Prag erobert unsere Herzen

 

Wie geplant, führte die GSU-Kameradschaft am vergangenen Wochenende ihre diesjährige Vereinsfahrt nach Prag durch, die allerdings unter einem "schlechten Stern" stand und etwas holprig startete.

"Xavier" war auch für die reisenden Vereinsmitglieder ein zunächst erheblich unterschätzter Sturm, dessen Auswirkungen schließlich dazu führten, dass auch der für die Ex-Guards relevante Zugverkehr nicht bedient werden konnte. Einem Mitglied war sogar die Anreise aus dem Bremer Raum nach Berlin nicht möglich, so dass es letztlich absagen musste.

Sturm "Xavier" hält uns nicht ab: Gute Stimmung am Bahnhof Berlin-Spandau

Kurz entschlossen schaltete die Truppe auf "Plan B" um und setzte Privatfahrzeuge ein, was schließlich zum Gelingen der Reise führte - allerdings entschieden sich trotzdem zwei weitere Kameraden zum Verbleiben in Berlin, da auch die Straßenverhältnisse zunächst unklar blieben.

Mit nur wenigen Stunden Verspätung startete das Programm am Nachmittag in Prag mit einem Empfang durch Oberstleutnant Miroslav Tlamicha als Vertreter des Verteidigungsministeriums. Der Offizier wurde durch Angehörige der Pressestelle sowie Dr. Jan Berwid-Buquoy (Verband der Offiziere und Fähnriche des tschechischen Heeres) begleitet.

Als Anerkennung wurde dem GSU-Vereinsvorsitzendem Gerhard E. Zellmer das Verbandsabzeichen der Einheit überreicht; im Gegenzug erhielt Tlamicha das Plaque der GSU-Kameradschaft. Nach der offiziellen Begrüßung erhielten die Ex-Guards noch zahlreiche Reisetipps durch die anwesenden Offiziere. Einen Wehmutstropfen gab es dennoch: Ein zugesicherter Mannschaftstransportwagen des Ministeriums kam nicht zum Einsatz, da die anfallenden Überstunden für den Kraftfahrer nicht genehmigt wurden. Dies weckte zwar Erinnerungen an frühere Zeiten, dennoch ließ man sich die Reiselust nicht nehmen, zumal das Ministerium einen Vertreter als ständigen Begleiter bereit stellte.

Oberstleutnant Tlamicha erhält von GSU-Chef Zellmer (re.) das Vereinsplaque

Noch am selben Tag wurden der Wenzelsplatz sowie der Altstädter Ring und die historische Uhr des Rathauses von Prag besichtigt, ehe sich die 13-köpfige Truppe mit Dr. Berwid-Buquoy zum Abendessen in der Altstadt einfand und sich der erste Tag dem Ende zuneigte.

Auf dem Programm des zweiten Tages stand abermals ein Gang über den Altstädter Ring sowie der Besuch der Karlsbrücke und natürlich der Prager Burg, die wir mit Anmeldung ohne Warten und Sicherheitskontrolle besuchen konnte. Die GSU-Truppe war zudem "in der ersten Reihe", als es um 14:00 Uhr die traditionelle Wachablösung gab.

Im Anschluss begab sich die Reisegruppe zur Deutschen Botschaft und warf einen Blick auf den bekannten "Genscher-Balkon", auf dem 1989 der damalige Bundesaußenminister, den auf das Gelände geflüchteten DDR-Bürgern die sichere Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland zusicherte.

Letzte Station: Extra-Führung für die GSU durch das Polizeimuseum Prag

Trotz der zeitweilig schlechten Wetterlage, führten die Ex-Guards die beliebte Schiffsfahrt auf der Moldau durch und konnten sich zudem etwas stärken. Anschließend gab es Zeit zum Ausruhen im Hotel, bevor man sich abermals zum gemeinsamen Abendessen in der Altstadt traf.

Der letzte Tag der Reise war zugleich ein Höhepunkt. Auf Einladung des Verteidigungsmiisteriums besuchte die Gruppe das Prager Polizeimuseum, das über mehrere Etagen historische und gegenwärtige Exponate beherbergt. Zudem gab es eine Extra-Führung durch die aktuelle Sonderausstellung "Welt der Überwachungsdienste" - ein eches "Muss" für Fachkundige.

Am Nachmittag, nach einem weiteren gemeinsames Essen, endete der Aufenthalt in Prag und es war Zeit für die Rückkehr nach Berlin.

Die Prag-Reise, die auch seitens der Britischen Botschaft in Belangen der Unterbringung logistisch unterstützt wurde, war die vierte Vereinsreise im Rahmen des Projekts "Guards on Tour" und zugleich die erste, die ins Ausland ging. Weitere Bilder sind bereits auf der "Facebook"-Seite der GSU-Kameradschaft hinterlegt.

Erste Überlegungen deuten schon jetzt darauf hin, dass die Tour 2018 nach Amsterdam führen wird. (red1)

 

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